Angstraum ade? CDU-Fraktion mit neuem Aufschlag für die Passerelle am ICC

Foto Passerelle: Kilian Modricker, Foto Fahrradparkhaus: Klaus TolkmittFoto Passerelle: Kilian Modricker, Foto Fahrradparkhaus: Klaus Tolkmitt

Dunkel, schmutzig, gemieden – die seit Jahren anhaltende Situation der Passerelle vor dem ICC ist ein Störfaktor im Bezirk. Die CDU-Fraktion startet daher eine neue Initiative, um für den Unort ein nachhaltiges Nutzungskonzept auf den Weg zu bringen.

Wer die Passerelle bei der Messe Nord kennt, kennt das Unbehagen: schlechte Beleuchtung, kaputte Rolltreppen, mangelnde Sauberkeit, kaum soziale Kontrolle – die Liste lässt sich beliebig fortführen. Besonders in den Abend- und Nachtstunden meiden viele Anwohner und Pendler die Unterführung. Während großer Messeveranstaltungen zeichnet die Passerelle ein Bild des Bezirks, dass so nicht hinnehmbar ist. Die CDU-Fraktion Charlottenburg-Wilmersdorf starten nun einen neuen Anlauf, um hier Abhilfe zu schaffen.

Unsere Sprecherin für Tourismus, Simone Beyer, hat einen Antrag erarbeitet, um prüfen zu lassen, ob die Passerelle zu einem modernen, beleuchteten Fahrradparkhaus umgebaut werden kann. Vorbild ist das Fahrradparkhaus am Potsdamer Platz, das zeigt, wie eine solche Anlage funktionieren kann. Zu klären sind die Zuständigkeiten für Flächen und Genehmigungen, mögliche Mitfinanzierung durch Messe Berlin und Deutsche Bahn sowie Betrieb und Wartung.

Das Ziel ist dabei weniger das Fahrradparkhaus als solches, sondern die Wiederherstellung eines sicheren, gepflegten öffentlichen Raums. Ein offenes, beleuchtetes und belebtes Gebäude ist das wirksamste Mittel gegen Verwahrlosung und Unsicherheit. Dass die Anlage gleichzeitig als Park-and-Ride-Station für Pendler und Messebesucher dienen kann, ist ein sinnvoller Nebeneffekt.

Dazu unsere Antragsstellerin Simone Beyer:

„Mit der Aufwertung der Passerelle wollen wir einen sicheren, gut beleuchteten und lebendigen Ort schaffen, der seine wichtige Funktion als Fußgängerverbindung behält und zugleich zu moderner Fahrradinfrastruktur weiterentwickelt wird. So verbinden wir Sicherheit, Aufenthaltsqualität und klimafreundliche Mobilität – und setzen ein klares Zeichen für eine integrierte Verkehrspolitik in unserem Bezirk.“