STOLPERSTEINE IM MIERENDORFF-KIEZ

Grußwort zur Ausstellungseröffnung

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

"Beugt man sich hinunter, um die Inschriften auf Stolpersteinen zu lesen, verneigt man sich vor den Opfern der Nazis."

Das Zitat im Einladungstext zur heutigen Ausstellungseröffnung muss uns Mahnung und Aufforderung sein; das einzelne Opfer und sein Schicksal nicht zu vergessen und Ausgrenzung und Hass entschieden entgegenzutreten.

Durch die Verneigung und die Nennung des Namens bleiben die Opfer unvergessen. Die Erinnerung an sie und ihr ganz persönliches Schicksal wachzuhalten und ein beständiges Mahnmal auch über Generationen zu sein erfüllen die Stolpersteine. Die Verfolgten des Nationalsozialismus waren Nachbarn, waren Menschen aus unserer Mitte, die brutal aus ihrem Leben gerissen wurden. Der Name und der Verweis auf das individuelle Schicksal bringen uns den einzelnen Menschen persönlich nahe.

Zugleich mahnen uns die Stolpersteine, fordern uns auf, auch heute auf unsere Mitmenschen zu achten, für Toleranz und gegenseitigen Respekt einzutreten und uns Ausgrenzung und Gewalt entgegenzustellen.

Ich danke den Initiatoren der Ausstellung und allen, die sich in den Stolperstein-Initiativen in unserem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf engagieren und damit einen der wichtigsten Beiträge für die Gedenkarbeit leisten.

Im Namen der CDU-Fraktion Charlottenburg-Wilmersdorf

Susanne Klose

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