Sonntag – der Ruhetag. Als CDU-Fraktion stimmen wir dem zu. Nicht nur aus Sicht des Grundgesetzes, sondern auch aus Sicht unserer christlichen Werte.

Und doch gehören „Spätis“ zu Berlin – auch am Sonntag. Sie sind nicht nur Anlaufstelle für Touristen, sondern mittlerweile zentraler Bestandteil der Berliner Kieze. Selbstverständlich kann man in Zeiten, wo Supermärkte bis tief in die Nacht geöffnet haben, seine Wocheneinkäufe flexibel erledigen. Allerdings darf man auch nicht verkennen, dass viele Mitbürger in Wohngebieten auf die Versorgung durch Spätis angewiesen sind. Ein vernünftiger Kompromiss wäre eine inhabergeführte Öffnung. Wenn die Chefin oder der Chef am Sonntag öffnen und arbeiten will, wieso sollte man ihnen diese freie Entscheidung verbieten? Das Land Berlin könnte das Ladenöffnungsgesetz dementsprechend anpassen. Und natürlich ist dabei auch Augenmaß gefragt. Wir brauchen keine Party-Spätis oder Tankstellen, die zu Supermärkten mutieren. An Gesetze muss man sich halten. Aber Gesetze kann man auch klug ändern. Doch die linke Arbeitssenatorin interessiert das alles nicht. Das ist eindeutig ein schwerer Schlag gegen den Einzelhandel und die Berliner Kiezkultur.

Dieser Beitrag erschien in der Septemberausgabe der Gazette.

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