Wie setzen wir den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz im Bezirk um?

Der Anspruch auf einen Kitaplatz zeigt was passiert, wenn eine gute Sache an sich nicht konsequent vorausschauend geplant wird.

Solange es keinen Anspruch auf einen Kitaplatz gab, haben die Verantwortlichen die unzureichende Versorgung nur bedauert. Jetzt wo die Eltern einen Rechtsanspruch haben gibt es einen hektischen Aktionismus. Von der zuständigen Senatsverwaltung (SPD) erhalten die Bezirke keine Unterstützung. Es ist gut und richtig, dass neue Kitaplätze entstehen. Um den Anspruch auf einen Kitaplatz in Zukunft umsetzen zu können, werden wir Flächen doppelt nutzen müssen. Warum nicht prüfen wo ein Grundstück groß genug ist, dass eine Kita auf einem Spielplatz entstehen und die Außenfläche trotzdem als Abenteuerspielplatz am Nachmittag genutzt werden kann. Freien Trägern muss Unterstützung angeboten werden. Hier ist es sinnvoll in gute Beratung zu investieren und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Der Bezirk muss seinen Einfluss in den Eigenbetrieben geltend machen und sich dem Ansinnen der Senatorin entgegenstellen, die Kitagruppen einfach zu vergrößern oder Fachpersonal durch Aushilfskräfte zu ersetzen. Kitas sind Bildungseinrichtungen und keine Aufbewahrungsanstalten.

Dieser Artikel erscheint in der Juli Ausgabe der Gazette.

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